Mittwoch, 10. September 2008

Gegen den sog. Anti-Islamisierungskongress

Eine sehr wichtige Veranstaltung findet an diesem Freitag in Köln statt (siehe unten). Leider haben die Medien (u.a das rechte Blog PI-News) kaum darüber berichtet. Ich werde dabei sein, und freu mich auf euer zahlreiches Kommen. Es ist eine wichtige Gelegenheit, zu zeigen, dass Islamkritik nichts mit Rassismus, Rechtsfundamentalismus oder Ausländerfeindlichkeit zu tun.


Gegen Fremdenfeindlichkeit und reaktionäre Islamverteidigung
Sonderveranstaltung der Kritischen Islamkonferenz
anlässlich des sog. „Anti-Islamisierungs-Kongresses“

Redner: Ralph-Giordano, Mina Ahadi und Hartmut Krauss
Freitag, 12. September 2008
Köln, Jugendherberge Riehl, An der Schanz 14
Beginn: 18:30
, Kostenbeitrag: 5 Euro
Veranstalter: Zentralrat der Ex-Muslime, Redaktion Hintergrund, Giordano Bruno Stiftung

Sonntag, 13. Juli 2008

Meine Schwester ist meine Schande!

Bei dem populären islamkritischen Blog "Hegab, nekab and other trash", (250.000 Besucher innerhalb eines Jahres) das inzwischen von einem Hacker samt Facebook-Gruppe gelöscht wurde, habe ich dieses tolle Video gefunden. Es ist ein Mitschnitt aus dem saudi-arabischen Staatssender "Alriyadhiya", einem Sport- und Jugendsender. In der Sendung geht es um das Verhältnis der männlichen Jugend mit ihren Schwestern. Im Video fragt der Report einpaar Jugendliche auf der Straße nach ihrer Meinung. Ich konnte es nicht widerstehen, das Interview für euch ins Deutsche zu übersetzen, damit ihr einen Blick werfen könntet, wie die Jugend in Saudi-Arabien denkt. 

Das Interview ist auf Saudi-Dialekt, deshalb sind viele Begriffe und Redewendungen schwierig zu übersetzen, aber ich habe mein Bestes getan. 

Man merke, dass durch die Kleidung und die Art und Weise dieser Jugendlichen klar zu erkennen ist, dass sie für saudische Verhältnisse nicht besonders strenggläubig sind.   

 

Hier die Übersetzung: (R: der Mann rechts, L: der Mann links)

Journalist: Wann bist du das letzte Mal mit deiner Schwester rausgegangen? Sie zu einem Restaurant mitgenommen? Mit ihr draußen was gegessen? 


R: In Restaurants essen kennen wir nicht. Mit den Eltern zu Hause essen, ja, was anders, nie. 

L: Das sind unsere Traditionen, 

R:  Meine Schwester zum Schoppen mitnehmen, mit ihr ausgehen, das darf nicht sein… 

Journalist: Wie ist dein Name? 

L: Naief.. 

Journalist: Also Naief, wir sind jetzt im Jahre 2007, die Mädchen wachsen, und mit ihnen wachsen ihre Forderungen..? 

Unterbrechung 

L: Es gibt ein anderes Problem, wenn ich meine Schwester zu einem Shoppingcenter mitnehmen, oder zu einem anderen Ort, werde ich daran schuld, dass ihre Augen auf größere Sachen geöffnet werden, weißt du, wenn sie jetzt zu Hause sitzt, bedeckt (keuch), weißt du, dann ist ihr Denken begrenzt auf bestimmt Sachen, weißt du, auf ihr Zuhause, auf ihre Familie und so, auf ihren Ehemann, auf ihre Zukunft, aber wenn ich sie zu einem Shoppingmall mitnehme, wird sie die anderen Mädchen sehen, weißt du, und du kennst bestimmt die Lage (Flirten und Internet- und Telefonbeziehungen sind hier gemeint) , und sie wird die anderen Mädchen sehen, die…(er zögert es auszusprechen), so wird sie anfangen an Sachen zu denken, die nicht sein dürfen, weißt du was ich meine? 


Journalist: Du denkst also, dass die Mädchen, heutzutage, so unwissend und ahnungslos sind? 

L: Doch, sie wissen schon, was abgeht, aber wenn ihr Denken zu Hause ist, wenn sie immer zu Hause ist, bei ihrer Familie, dann achten wir auf sie, aber wenn wir sie zu einem Shoppingcenter mitnehmen, dann wird sie Jungen sehen, die anderen Mädchen, was sie tragen, die neuen Abajas (der saudische schwarze Frauengewand), dann wird sie dadurch beeinflusst, 

Journalist: So, also deine Schwester sieht diese Sachen nicht in der Schule, an der Uni? Sieht sie diese Sachen nicht im Bluetooth, im Internet..? 

L: Neee, neee, neee! Also was meine Schwester betrifft, gibt es so was nicht, neee. Meine Schwester, sie ist konservativ (strenggläubig, keuch), ich schwöre auf Allah, dass sie das Haus absolut niemals verlässt, 

Journalist: Warum? 

L: (Wütend) Bruder, das ist dich meine Schwester!!! Sie ist meine Schande!! Wie soll ich sie nach draußen mitnehmen??? Habe ich recht, oder nicht? Stimmt es? 

Journalist: Das ist deine Meinung.. 

L: Nee, das ist die Wahrheit! Es gilt, sie auszusprechen, wenn ihr morgen, möge Allah verhüten, etwas widerfährt (im moralischen Sinne), mein Gesicht wird im Sande sein (also eine große Scham und Schande werden mich fertigmachen), stimmt das oder nicht? 

Journalist: Deshalb sagen wir, kümmere dich um deine Schwester, beachte sie, mehr nicht… 

L: Im Gegenteil, ich kümmere mich sehr gut um sie, alles was sie will, kriegt sie sofort von mir, 
Journalist: (Skeptisch) Sicher? 

L: Aber klar, aber dass ich sie nach draußen mitnehme, zu Schoppingmalls, dass alle Menschen sie sehen, das ist, und du bist mein Bruder, das ist unmöglich in unserer Zeit, du sagst wir sind im Jahre 2007, 2007 gibt es die größte Verdorbenheit! 2007 ist alles (Dekadentes, Verwerfliches) passiert! Ich soll sie zum Shoppingcenter mitnehme, wo die Mädchen enge, unsittliche Abajas tragen? Das geht gar nicht! 


Die Aufschrift: Allah möge euch reichlich belohnen, ihr die Jugend Saudi-Arabiens!! Das ist wirkliche unsere Realität und das sind unsere Traditionen, möge Allah sie uns nicht wegnehmen! 

Dienstag, 17. Juni 2008

Die Muslimbruderschaft: "Einladung" an Bush zum Islam überzutreten


So hätten viele Muslime George Bush gerne!

Das ist kein Witz, sondern nach den Vorstellungen vom Generalsekretär der Muslimbruderschaft die islamkonforme Realität. Ein Journalist der ägyptischen Zeitung war bei einem nichtöffentlichen Treffen der Muslimbruderschaft und hat folgendes geschrieben:





Generalsekretär der Muslimbruderschaft in Ägypten zu George Bush. „Aslim, taslam“ (etwa: Werde zum Muslim, dann bleibst du verschont)

Bei einem geschlossenen organisatorischen Treffen der Muslimbruderschaft in ihrer Kairoer Zentrale, in Anwesenheit einiger Journalisten und Intellektuellen, hat Dr. Mahmud Izzat, Generalsekretär und Mitglied des Führungsbüros (höchste Instanz der Organisation), angekündigt, dass er einen Brief an den US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush geschickt hat.


In dem Brief, so Izzat, hat er den Präsidenten aufgefordert, zum Islam zu konvertieren. Er fügte hinzu, da George Bush den „Dar al-Islam“ (Haus des Islam) betreten hat, müssen wir ihm den Islam vorstellen, damit seine Seele in Sicherheit bleibt (bzw. er sich sicher fühlen kann), und wies darauf hin, dass der Satz „aslim, taslam“ (der Prophet Muhammad hat diesen Satz in einem Brief an den Byzantinischen Kaiser geschrieben) zu jedem Nicht-Muslim gesagt werden sollte, der das Land besucht. Der Vize-Führer der Muslimbruderschaft, Dr. Muhammad Habib war auch bei dem Treffen anwesend.


Quelle: Al-Masry Al-Youm und das hervorragende Blog "Hegab, Nekab and other trash"

Sonntag, 15. Juni 2008

Islamisten machen sich sorgen um Kosovo




Wieder ein interessanter Artikel von islamonline.net, dem größten islamischen Internetportal, gegründet vom Großgelehrten Scheich Al-Qaradawi, und betrieben von Muslimbrüdern in Ägypten und Qatar.

Die Webseite ist meiner Meinung maßgebend und wichtig, weil sie in der arabischsprachigen Welt als "gemäßigt" gilt, denn dort wird zum Beispiel über Cannes- und Oskar-Filme berichtet und Onlinekurse im Sexualkunde gegeben. Also kann man sagen, dass die Webseite den arabischsprachigen Mainstream-Islamismus repräsentiert. Die Webseite berichtet sehr regelmäßig und intensiv über den Islam und Muslime in Europa, die einen Themenschwerpunkt der Seite bilden.

Bei diesem Artikel bedauert der Reporter die Abwesenheit einer arabischen Rolle im Kosovo. Der Artikel ist vor allem interessant, weil er zeigt, wie solche Dawa-Islamisten denken, und wie sie die Realität wahrnehmen.

Letztens sollte man die Tatsache nennen, dass bis heut kein einziges arabischsprachiges Land den Kosovo offiziell anerkannt hat, und von den muslimischen Ländern haben dies lediglich Afghanistan und die Türkei getan. Obwohl viele Beobachter erwartet haben, dass viele arabischsprachige Länder wegen ihrer Nähe und "Abhängigkeit" zum Westen dies tun werden.



Der "unabhängiger" Kosovo: American School und Bill-Clinton-Boulevard



Ein einziger Besuch an der Fakultät der Literaturwissenschaften an der Universität von Pristina, der Hauptstadt des „unabhängigen“ Kosovos, genügt, um festzustellen, wie wenig von der arabischen und islamischen Präsenz im Kosovo übriggeblieben ist, im Gegensatz zur sichtbar zunehmenden westlichen Präsenz in den Komponenten Teilen des jüngsten muslimischen Staates in Europa.


Sofern du das Institut für Anglistik oder Germanistik betrittst, fühlst du dich wie in London oder Berlin, denn die deutsche und britische Botschaft haben die beiden Institute renovieren lassen und mit allem ausgestattet, was ein Student zum Erlernen einer Sprache benötigt.

Hingegen hat sich am Arabistik-Institut der Fakultät (das einzige im ganzen Land) anscheinend seit seiner Gründung Anfang der 60er nichts geändert. Wie es aussieht, kann sich keines der 22 arabischen Länder an das Institut erinnern!

Wenn du aus der Universität herausgehst, wirst duliegt die Hauptstraße Pristisnas vor dir finden, die Bill-Clinton-Straße, wo ein riesiges Foto von ihm ein Hochhaus schmückt, als Anerkennung für seine Rolle bei dem Stoppen des serbischen Krieges gegen Kosovo 1999.

Und wenn du aus Neugier zu dem Platz gehst, wo die Unabhängigkeit des Kosovos gefeiert wurde, um dich in eins der vielen Cafés dort hinzusetzen, wirst du bemerken, dass dieser Ort von Hunderten von westlichen Angestellten internationaler Organisationen, europäischen Firmen und Banken besucht wird, und sich wieder mal kein einziger Araber dort außer dir befindet. Es ist ein Gefühl der Fremde.

Während du im Cafe sitzt, siehst du links von dir das Gebäude der amerikanischen Schule (American School), und wenn du nachfragst, wirst du feststellen, dass westliche Schulen, vom Kindergarten bis zum Gymnasium überall im Kosovo verbreitet sind, und egal wie lange du suchst, wirst du keine einzige arabische Schule finden!

Die westlichen Banken sind auch im Zentrum von Pristina überall zu sehen, und wieder mal keine einzige arabische Bank!

Du läufst weiter durch die Stadt, und sobald _ die Statue von Skanderbeg (Nationalhelden der Albaner) neben dem Regierungsgebäude in deiner Sichtweite ist, wirst du dort einen jungen Mann sehen, der Länderfahnen verkauft. Neben der albanischen Fahne und der Fahne der Europäischen Union sind gibt es Fahnen von vielen anderen Ländern, die meisten sind westliche Länder wie die von westlichen Ländern wie den USA oder Großbritannien, und wie üblich, wirst du keine einzige Fahne von einem arabischen oder islamischen Land finden!

Wenn wir über die arabische Rolle im Kosovo reden, dann geht es primär um den humanitären Bereich oder um Hilfsorganisationen. Sogar diese Rolle ist seit dem 11. September zurückgegangen, denn von 25 im Jahre 1999 tätigen Organisationen, sind nur noch 8 Organisationen im Lande geblieben.

Die Muslime im Kosovo fragen sich über die Gründe für diesen Zustand, besonders weil ihr Land „sich nach der Unabhängigkeitserklärung in einer entscheidenden Phase befindet, und sie die Unterstützung und Hilfe der arabischen Länder sehr nötig haben“, so Muhammad Al-Laithi, der Chefredakteur der islamischen albanischen Webseite „Message“.

Sharif Hasan, Büroleiter des saudi-arabischen Komitees (eine Hilfsorganisation) ist der Ansicht, dass einer der Gründe für den Rückgang der arabischen Rolle im Kosovo darin liegt, „dass die Katastrophen in anderen Gebiete in der islamischen Welt das Kosovo-Problem zurückgedrängt haben, weil die Not in diesen Gebieten sehr groß ist und der Alptraum mit der serbischen Besatzung vorbei ist“. Laut Hasan zählt die saudi-arabische Hilfsorganisation zu den größten im Kosovo tätigen arabischen Organisationen. Sie hat von 1999 bis 2007 ca. 227 Millionen US-Dollar für ihre verschiedenen Projekte ausgegeben.


Kritisiert wird bei den arabischen Hilfsorganisationen im Kosovo vor allem, so nahestehende Quellen, dass sie nur traditionellen Hilfstätigkeiten nachgehen, und dabei wichtige Bereiche vernachlässigen, wie Bildungs- und Kulturprojekte, welche als Brücke zwischen der arabischen Welt und den Muslimen im Kosovo dienen und gleichzeitig eine „soft power“ der Muslime im Lande bilden könnten. Es wird auch bemängelt, dass bei diesen Organisationen keine langfristige Planung vorhanden ist.


Der islamische Denker und Historiker, Nejat Ibrahim, hebt hervor, dass „die Anschläge des 11. September in den USA der wahre Grund sind, infolgedessen die arabischen Organisationen unter dem amerikanischen Druck gezwungen waren, ihre Tätigkeiten im Kosovo zu stoppen“.
Die Muslime im Kosovo sorgen sich ist nicht nur um die Dominanz der westlichen Kultur über die Islamische in ihrem Land wegen der Abwesenheit einer arabisch-islamischen Rolle, sondern sie fürchten sogar, dass der Islam im Kosovo untergehen wird.


Nejat Ibrahim erklärte Islamonline.net, „dass die Anzahl der im Lande tätigen westlichen Organisationen über 1000 ist, unter denen einige westliche Bildungsinstitutionen existieren, die sich das Ziel festgesetzt haben, so viele Muslime wie möglich zum Christentum zu konvertierenkonvertiren wie es geht, besonders insbesondere wegen des sehr hohen muslimischen Bevölkerungsanteils im Kosovo (über 90%)“.

Als Beispiel nennt er das italienische Nonnengymnasium in Prizren im Süden des Landes, „wo öffentlich missioniert wird und wo Muslime ihre Klassen besuchen“.


„Wenn die arabisch-islamischen Aktivitäten nicht bald verstärkt nach Kosovo zurückkehren“, so Farid Ajani, Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Pristina und Ex-Parlamentarier der Partia e Drejtësisë (Partei der Gerechtigkeit), „ wird niemand die Zukunft des neugeborenen muslimischen Staates in Europa vorhersehen oder seine islamische Identität garantieren können".



Quelle: islamonline.net


Dienstag, 20. Mai 2008

Der Kameltreiber bei der Kritischen Islamkonferenz 2008





Unter dem Motto "Auklären statt Verscleiern" findet dieses Jahr vom 31. Mai-1. Juni die Kritische Islamkonferenz 2008 an der Universität Köln statt. Dieses Jahr sind viele prominente und wichtige Gäste dabei, unter anderem Vertreter der Ex-Muslime aus Großbritannien und Skandinavien.


Ich werde bei dieser Konferenz anwesend sein. Also wer Lust hat, mitzugehen kann sich bei mir melden unter meiner Email: ladeeni1234@yahoo.com , ich werde mich darüber sehr freuen!


Hier ist das Programm der Veranstaltung:

Programm der Kritischen Islamkonferenz

Samstag, 31. Mai 2008

10.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Mina Ahadi / Michael Schmidt-Salomon

10.10 Uhr
„ Nicht die Migration, der Islam ist das Problem!“
Eröffnungsrede von Ralph Giordano

11.00 Uhr
Der Islam als religiös-ideologische Grundlage einer vormodernen Herrschaftskultur
Vortrag von Hartmut Krauss

11.45 Uhr
Diskussion über die vorangegangenen Vorträge
Moderation: Philippe Witzmann

12.15 Uhr
Pause

12.30 Uhr
„ Wir haben abgeschworen!“ Ex-Muslime vernetzen sich international – der Beginn einer weltweiten islamkritischen Aufklärungsbewegung?
Podiumsdiskussion mit Mariam Namazi (ZdE Großbritannien), Ehsan Jami (ZdE Niederlande), Afsane Vahdat (ZdE Skandinawien), Shahnaz Moratab (ZdE Deutschland)
Moderation: Philippe Witzmann

14.00 Uhr
Mittagspause

15.00 Uhr
„ Kopftuch als System oder: Machen Haare verrückt?“
Dokumentarfilm über Frauen im Islam von Fathiyeh Naghibzadeh
Einführung durch Fathiyeh Naghibzadeh mit anschl. Diskussion

16.30 Uhr
Pause

17.00 Uhr
„ Die Frauen sind eure Äcker!“ -
Islamisches Patriarchat, muslimische Sozialisation und die Stellung der Frau
Podiumsdiskussion mit Mina Ahadi, Fatma Bläser, Thomas Maul
Moderation: Sina Vogt

18.30 Uhr
Pause

20.00 Uhr
Islam, Zuwanderung, Integration - Ist die multikulturelle Gesellschaft noch zu retten?
Podiumsdiskussion mit Arzu Gazi, Assia Maria Harwazinski, Margalith Kleijwegt, Günter Wallraff
Moderation: Michael Schmidt-Salomon


Sonntag, 1. Juni 2008

10.00 Uhr
Islamischer Antisemitismus und der Hass auf Israel
Vortrag von Stephan Grigat

10.45 Uhr
„ Islamophobie“: Strategien einer reaktionären Islamverteidigung
Vortrag von Klaus Blees

11.30 Uhr
Diskussion über die vorangegangenen Vorträge
Moderation: Alexander Feuerherdt

12.15 Uhr
Mittagspause

13.00 Uhr
„ Aufklären statt verschleiern!“ - Perspektiven für eine zukünftige islam(ismus)kritische Praxis
Podiumsdiskussion mit Mina Ahadi, Ralph Giordano, Hartmut Krauss
Moderation: Gunnar Schedel

14.30 Uhr
Verabschiedung der Resolution der Kritischen Islamkonferenz 2008
Moderation: Michael Schmidt-Salomon

Die Veranstaltungen finden im Hörsaal 1 der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln statt (Gronewaldstraße 2, Köln-Lindental) .

Donnerstag, 7. Februar 2008

Großbritannien verwehrt den prominenten Scheich Al Qaradawi das Einreisevisum




In einer unerwarteten Aktion hat das britische Innenministerium den populären Rechtsgelehrten Yusuf Al Qaradawi die Einreise nach Großbritannien verwehrt und ihm vorgeworfen, Terrorismus zu rechtfertigen.

Der ägyptischstämmige Prediger und Bestseller-Autor, der seit Jahrzehnten in Qatar lebt, hat eine eigene Sendung auf Aljazeera, wo er den Krieg gegen die Amerikaner, Israelis und ihre Unterstützer für legitim erklärt hat. Auch Selbstmordattentate gegen Zivilsten in Israel erklärte er als mit der Scharia kompatibel.

Ein Sprecher des britischen Innenministeriums sagte:" Die britische Regierung wird diejenigen nicht tolerieren, die terroristische Attentate rechtfertigen, oder das Zusammenleben der Minderheiten im Land gefährden".


Ich habe mich persönlich seit lange nicht mehr auf eine Nachricht so gefreut, endlich unternimmt Großbritannien was gegen diesen Muslimbruderprediger, der immer wie ein Staatsgast empfangen wurde, sowohl in Großbritannien als auch in arabischen und islamischen Ländern.

Bemerkenswert und zugleich erfreulich finde ich auch, dass 20 von den ersten 36 Leserkommentaren auf Alarabiya.net die britische Entscheidung begrüßt haben. Einige von ihnen sind Iraqer, die unter den Folgen seiner Selbstmordattenten-Fatwas litten.

Quellen: Reuters

Sonntag, 27. Januar 2008

Der wütende Vater und der verlorene Sohn


Der Vater bei dem Interview

Die Vorgeschichte:

Muhammad Hijazi mit seiner Frau


Der junge Mann Muhammad Ahmad Hijazi (Higazi) war der erste Ägypter, der es wagte, vor ein Gericht zu ziehen, um die Änderung des Eintrags seiner Religionszugehörigkeit auf seinem Ausweis zu erstreiten. Er und seien Frau waren vom Islam zum Christentum konvertiert. Die Medien berichteten ausführlich über den Fall, weil es einmalige Schlagzeile war. Bilder von ihm wurden gezeigt und sogar sein richtiger Name wurde angegeben (hier ein Interview mit ihm auf einem ägyptischen Satellitensender) . Seitdem hält er sich irgendwo in Ägypten versteckt.



Vater droht seinen zum Christentum konvertierten Sohn mit dem Tod, wenn er nicht zum Islam zurückkehren würde


Der Vater des zum Christentum konvertierten Muhammad Hijazi sagte in einem Interview mit der Zeitung „ Al Masry Al Yawm“ (Ägypter Heute), falls er seinen Sohn treffen würde, würde er ihn nach den Gründen fragen, die ihn dazu bewegten, den Islam zu verlassen und das Christentum anzunehmen. Er werde ihm eine Chance geben, zum Islam zurückzukehren, falls er dies nicht tue, würde er ihn auf der Stelle töten. „Ich werde darauf nicht verzichten, sein Blut in der Öffentlichkeit (vor der Menge) zu vergießen. Ich werde stolz darauf, ihn getötet zu haben, auch wenn das mich an den Galgen bringen würde. Ich werde ihn aber verzeihen, wenn er zu seiner Religion zurückkehrt, seinen Fehler eingesteht und versichert, dass diese Gruppe ihn zum Christentum gezwungen hat und seine Armut und seine Not ausgenutzt hat“.

Er erzählte weiter: „Mein Sohn hat immer gebetet und gefastet, seitdem er ein Kind war. Er hat viele religiöse Bücher gekauft und gelesen, die in der Bibliothek der Familie in Port Said stehen. Vor drei Jahren hat er eine politische Gedichtesammlung verfasst, in der er die Polizei und die Sicherheitskräfte des Landes kritisiert hatte. Deshalb wurde zwei Monate lang inhaftiert. Als er entlassen wurde, hatte er sich total verändert. Er wollte, dass die Menschen über ihn reden, er wollte etwas anders machen“.
Die ganze Familie leidet und muss vieles durchmachen, seitdem die Geschichte von Muhammad bekannt wurde, erzählte der Vater. Er fügte hinzu:“ Was ist unsere Schuld daran? Was ist die Schuld meiner Familienmitglieder, wenn diese auf der Straße laufen und jemand mit dem Finger auf sie zeigt: Das ist die Schwester von Muhammad, der zum Christentum konvertiert hat. Meine Tochter geht nicht mehr zur Uni. Sie fragte mich einmal, wie sie mit ihren Kollegen umgehen soll, nachdem ein Blogger veröffentlicht hat, dass sie die Schwester von Muhammad sei?“ Der Vater erzählte weiter: “Ich habe meinen Job gekündigt und bin in einem anderen Ort umgezogen, Ich konnte die Blicke meiner Kollegen nicht mehr ertragen. Aber unsere Nachbarn kennen uns gut, und wissen wie religiös und ruhig wir sind. Ganz im Gegenteil, sie haben von Anfang an zu uns gehalten.“

Herr Hijazi bat den ägyptischen Präsidenten, ihm seinen Sohn zurück zu bringen, wie es in dem Fall von Wafaa Costantin geschah, die zum Islam konvertiert war und auf Druck der Kopten mit polizeilicher Gewalt zu ihrer Familie zurückgebracht wurde. Der Vater hat vor, zur Polizei zu gehen und dort um Hilfe bitten, seinen vermissten Sohn zu finden. Er wird der Polizei 15 Tage Zeit geben. Nach dieser Frist wird er nicht mehr verantwortlich sein für das, was er tun werde. Er wird sich an den Verantwortlichen rächen, die seinem Sohn einer Gehirnwäsche unterzogen haben. Nichts wird ihn abschrecken, weder das Gefängnis noch der Tod.