Dienstag, 17. Juni 2008

Die Muslimbruderschaft: "Einladung" an Bush zum Islam überzutreten


So hätten viele Muslime George Bush gerne!

Das ist kein Witz, sondern nach den Vorstellungen vom Generalsekretär der Muslimbruderschaft die islamkonforme Realität. Ein Journalist der ägyptischen Zeitung war bei einem nichtöffentlichen Treffen der Muslimbruderschaft und hat folgendes geschrieben:





Generalsekretär der Muslimbruderschaft in Ägypten zu George Bush. „Aslim, taslam“ (etwa: Werde zum Muslim, dann bleibst du verschont)

Bei einem geschlossenen organisatorischen Treffen der Muslimbruderschaft in ihrer Kairoer Zentrale, in Anwesenheit einiger Journalisten und Intellektuellen, hat Dr. Mahmud Izzat, Generalsekretär und Mitglied des Führungsbüros (höchste Instanz der Organisation), angekündigt, dass er einen Brief an den US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush geschickt hat.


In dem Brief, so Izzat, hat er den Präsidenten aufgefordert, zum Islam zu konvertieren. Er fügte hinzu, da George Bush den „Dar al-Islam“ (Haus des Islam) betreten hat, müssen wir ihm den Islam vorstellen, damit seine Seele in Sicherheit bleibt (bzw. er sich sicher fühlen kann), und wies darauf hin, dass der Satz „aslim, taslam“ (der Prophet Muhammad hat diesen Satz in einem Brief an den Byzantinischen Kaiser geschrieben) zu jedem Nicht-Muslim gesagt werden sollte, der das Land besucht. Der Vize-Führer der Muslimbruderschaft, Dr. Muhammad Habib war auch bei dem Treffen anwesend.


Quelle: Al-Masry Al-Youm und das hervorragende Blog "Hegab, Nekab and other trash"

Sonntag, 15. Juni 2008

Islamisten machen sich sorgen um Kosovo




Wieder ein interessanter Artikel von islamonline.net, dem größten islamischen Internetportal, gegründet vom Großgelehrten Scheich Al-Qaradawi, und betrieben von Muslimbrüdern in Ägypten und Qatar.

Die Webseite ist meiner Meinung maßgebend und wichtig, weil sie in der arabischsprachigen Welt als "gemäßigt" gilt, denn dort wird zum Beispiel über Cannes- und Oskar-Filme berichtet und Onlinekurse im Sexualkunde gegeben. Also kann man sagen, dass die Webseite den arabischsprachigen Mainstream-Islamismus repräsentiert. Die Webseite berichtet sehr regelmäßig und intensiv über den Islam und Muslime in Europa, die einen Themenschwerpunkt der Seite bilden.

Bei diesem Artikel bedauert der Reporter die Abwesenheit einer arabischen Rolle im Kosovo. Der Artikel ist vor allem interessant, weil er zeigt, wie solche Dawa-Islamisten denken, und wie sie die Realität wahrnehmen.

Letztens sollte man die Tatsache nennen, dass bis heut kein einziges arabischsprachiges Land den Kosovo offiziell anerkannt hat, und von den muslimischen Ländern haben dies lediglich Afghanistan und die Türkei getan. Obwohl viele Beobachter erwartet haben, dass viele arabischsprachige Länder wegen ihrer Nähe und "Abhängigkeit" zum Westen dies tun werden.



Der "unabhängiger" Kosovo: American School und Bill-Clinton-Boulevard



Ein einziger Besuch an der Fakultät der Literaturwissenschaften an der Universität von Pristina, der Hauptstadt des „unabhängigen“ Kosovos, genügt, um festzustellen, wie wenig von der arabischen und islamischen Präsenz im Kosovo übriggeblieben ist, im Gegensatz zur sichtbar zunehmenden westlichen Präsenz in den Komponenten Teilen des jüngsten muslimischen Staates in Europa.


Sofern du das Institut für Anglistik oder Germanistik betrittst, fühlst du dich wie in London oder Berlin, denn die deutsche und britische Botschaft haben die beiden Institute renovieren lassen und mit allem ausgestattet, was ein Student zum Erlernen einer Sprache benötigt.

Hingegen hat sich am Arabistik-Institut der Fakultät (das einzige im ganzen Land) anscheinend seit seiner Gründung Anfang der 60er nichts geändert. Wie es aussieht, kann sich keines der 22 arabischen Länder an das Institut erinnern!

Wenn du aus der Universität herausgehst, wirst duliegt die Hauptstraße Pristisnas vor dir finden, die Bill-Clinton-Straße, wo ein riesiges Foto von ihm ein Hochhaus schmückt, als Anerkennung für seine Rolle bei dem Stoppen des serbischen Krieges gegen Kosovo 1999.

Und wenn du aus Neugier zu dem Platz gehst, wo die Unabhängigkeit des Kosovos gefeiert wurde, um dich in eins der vielen Cafés dort hinzusetzen, wirst du bemerken, dass dieser Ort von Hunderten von westlichen Angestellten internationaler Organisationen, europäischen Firmen und Banken besucht wird, und sich wieder mal kein einziger Araber dort außer dir befindet. Es ist ein Gefühl der Fremde.

Während du im Cafe sitzt, siehst du links von dir das Gebäude der amerikanischen Schule (American School), und wenn du nachfragst, wirst du feststellen, dass westliche Schulen, vom Kindergarten bis zum Gymnasium überall im Kosovo verbreitet sind, und egal wie lange du suchst, wirst du keine einzige arabische Schule finden!

Die westlichen Banken sind auch im Zentrum von Pristina überall zu sehen, und wieder mal keine einzige arabische Bank!

Du läufst weiter durch die Stadt, und sobald _ die Statue von Skanderbeg (Nationalhelden der Albaner) neben dem Regierungsgebäude in deiner Sichtweite ist, wirst du dort einen jungen Mann sehen, der Länderfahnen verkauft. Neben der albanischen Fahne und der Fahne der Europäischen Union sind gibt es Fahnen von vielen anderen Ländern, die meisten sind westliche Länder wie die von westlichen Ländern wie den USA oder Großbritannien, und wie üblich, wirst du keine einzige Fahne von einem arabischen oder islamischen Land finden!

Wenn wir über die arabische Rolle im Kosovo reden, dann geht es primär um den humanitären Bereich oder um Hilfsorganisationen. Sogar diese Rolle ist seit dem 11. September zurückgegangen, denn von 25 im Jahre 1999 tätigen Organisationen, sind nur noch 8 Organisationen im Lande geblieben.

Die Muslime im Kosovo fragen sich über die Gründe für diesen Zustand, besonders weil ihr Land „sich nach der Unabhängigkeitserklärung in einer entscheidenden Phase befindet, und sie die Unterstützung und Hilfe der arabischen Länder sehr nötig haben“, so Muhammad Al-Laithi, der Chefredakteur der islamischen albanischen Webseite „Message“.

Sharif Hasan, Büroleiter des saudi-arabischen Komitees (eine Hilfsorganisation) ist der Ansicht, dass einer der Gründe für den Rückgang der arabischen Rolle im Kosovo darin liegt, „dass die Katastrophen in anderen Gebiete in der islamischen Welt das Kosovo-Problem zurückgedrängt haben, weil die Not in diesen Gebieten sehr groß ist und der Alptraum mit der serbischen Besatzung vorbei ist“. Laut Hasan zählt die saudi-arabische Hilfsorganisation zu den größten im Kosovo tätigen arabischen Organisationen. Sie hat von 1999 bis 2007 ca. 227 Millionen US-Dollar für ihre verschiedenen Projekte ausgegeben.


Kritisiert wird bei den arabischen Hilfsorganisationen im Kosovo vor allem, so nahestehende Quellen, dass sie nur traditionellen Hilfstätigkeiten nachgehen, und dabei wichtige Bereiche vernachlässigen, wie Bildungs- und Kulturprojekte, welche als Brücke zwischen der arabischen Welt und den Muslimen im Kosovo dienen und gleichzeitig eine „soft power“ der Muslime im Lande bilden könnten. Es wird auch bemängelt, dass bei diesen Organisationen keine langfristige Planung vorhanden ist.


Der islamische Denker und Historiker, Nejat Ibrahim, hebt hervor, dass „die Anschläge des 11. September in den USA der wahre Grund sind, infolgedessen die arabischen Organisationen unter dem amerikanischen Druck gezwungen waren, ihre Tätigkeiten im Kosovo zu stoppen“.
Die Muslime im Kosovo sorgen sich ist nicht nur um die Dominanz der westlichen Kultur über die Islamische in ihrem Land wegen der Abwesenheit einer arabisch-islamischen Rolle, sondern sie fürchten sogar, dass der Islam im Kosovo untergehen wird.


Nejat Ibrahim erklärte Islamonline.net, „dass die Anzahl der im Lande tätigen westlichen Organisationen über 1000 ist, unter denen einige westliche Bildungsinstitutionen existieren, die sich das Ziel festgesetzt haben, so viele Muslime wie möglich zum Christentum zu konvertierenkonvertiren wie es geht, besonders insbesondere wegen des sehr hohen muslimischen Bevölkerungsanteils im Kosovo (über 90%)“.

Als Beispiel nennt er das italienische Nonnengymnasium in Prizren im Süden des Landes, „wo öffentlich missioniert wird und wo Muslime ihre Klassen besuchen“.


„Wenn die arabisch-islamischen Aktivitäten nicht bald verstärkt nach Kosovo zurückkehren“, so Farid Ajani, Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Pristina und Ex-Parlamentarier der Partia e Drejtësisë (Partei der Gerechtigkeit), „ wird niemand die Zukunft des neugeborenen muslimischen Staates in Europa vorhersehen oder seine islamische Identität garantieren können".



Quelle: islamonline.net